Cordula Bösze

Musik
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© Stefan Sappert

Kunst ist ein Grundnahrungsmittel

Schon an der E-Mail-Adresse erkennt man, dass man es bei Cordula Bösze mit einer Frau zu tun hat, die engagiert für etwas einsteht, ohne anschmiegsam zu sein. Selbige E-Mail-Adresse endet nämlich auf „@klingt.org“.

Natürlich klang nicht alles „oarg“ in der Laufbahn der schon früh auf der Musikuniversität Wien ausgebildeten Flötistin. Ganz klassisch hat sie ihren musikalischen Weg begonnen und gründete in jungen Jahren eine weltweit tourende Damenkapelle (die Wiener Walzermädchen). Bald bog sie aber von diesem ab, um mit unendlicher Neugier für Musik abseits des Mainstreams einen sehr persönlichen Weg einzuschlagen. Beeinflusst und beeindruckt von den Meisterinnen und Meistern der Moderne gründete sie das „bösze salonorchester“, war mit Improvisationsensembles, DJs und Elektronikerinnen und Elektronikern unterwegs.

Für Bösze bedeutet die Beschäftigung mit Musik: produzieren, reproduzieren, weitergeben. Als Musikvermittlerin ist sie seit vielen Jahren gefragt: Komponierwerkstätten (W.er A.ußer Mozart), Musikvermittlungsprojekte (Klangnetze), Publikationen (Zauberhafte Klangmaschinen), Moderationen (wienmodern), Kurzfilme. 2011 kuratierte sie unter dem Motto „Volto Espressivo“ 130 Konzert der Initiative „musik aktuell – neue musik in nö“.

Und die Musikerin findet dabei immer noch Zeit und ungebrochene Lust, Kinder und Jugendliche an der Musikschule Tulln zu unterrichten. Cordula Bösze ist eine, die für die zeitgenössische Musik brennt, und das wird vor allem dadurch sichtbar, dass sie dieses Feuer weitergeben möchte.

GOTTFRIED ZAWICHOWSKI

Diese Textpassage stammt aus der Kulturpreis-Broschüre von 2026