Dorothea Zeyringer

Sonderpreis
Tanz und Performance
Image
© Stefan Sappert

Zwischen Körper, Raum und Sprache

Wenn Kunst sich im Zusammenspiel von Raum, Sprache, Material und Handlung entfaltet, öffnet sich ein Erfahrungsraum, der an Präsenz und Wahrnehmung gebunden ist. Performance eröffnet Situationen, in denen Bedeutung nicht festgeschrieben ist, sondern sich im Moment der Begegnung bildet.

In diesem Feld bewegt sich die künstlerische Praxis von Dorothea Zeyringer.

Ausgehend von Recherche, Texten und Objekten entwickelt sie performative und installative Formate, in denen bildende und darstellende Kunst einander durchdringen. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine präzise, poetisch verdichtete Sprache aus, die persönliche, gesellschaftliche und historische Fragestellungen miteinander verwebt.

Dabei entstehen offene Anordnungen, die das Publikum einladen, Teil eines Gefüges aus Raum, Handlung und Bedeutung zu werden.

Über ihre eigene künstlerische Praxis hinaus trägt sie durch Lehre, Mentoring sowie kuratorische und publizistische Arbeit wesentlich zur Sichtbarkeit und Weiterentwicklung der Performancekunst bei. Damit stärkt sie nachhaltig das künstlerische Feld und fördert nachfolgende Generationen von Künstlerinnen und Künstlern.

Geboren in Niederösterreich und bis heute in der Region verankert, steht Dorothea Zeyringer für die Verbindung von internationaler künstlerischer Praxis und lokaler Präsenz. Mit diesem Anerkennungspreis wird eine Künstlerin gewürdigt, die Performancekunst als notwendige gegenwärtige Ausdrucksform versteht und mit Konsequenz und Eigenständigkeit weiterentwickelt.

BEA VON SCHRADER

Diese Textpassage stammt aus der Kulturpreis-Broschüre von 2026