Florian Schmidt

Bildende Kunst
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© Stefan Sappert

Skulpturale Gemälde als fluide Raumkörper

Das Œuvre des 1980 in Raabs/Thaya geborenen Künstlers zeigt eine stringente Entwicklung an der Schnittstelle von Malerei, Skulptur und Architektur. Es ermöglicht, über die Definitionen und Grenzen der einzelnen Medien nachzudenken und daraus neue Identitäten zu bilden, die weder eindeutig zugeordnet werden können noch voneinander losgelöst existieren.

Aus der Befragung des Verhältnisses von Raum, Material und Farbe schafft Florian Schmidt zwischen Zwei- und Dreidimensionalität oszillierende Bildobjekte, deren Relief das formprägende Element ist. Außenkanten, Fugen und Schattierungen der bemalten und applizierten Flächen interagieren in stetiger Aufeinanderbezogenheit. Dabei werden Rudimente früherer Serien in neue Arbeiten integriert.

„Ich sehe meine Arbeiten in einem langen Dialog: Sie geben immer wieder andere Antworten oder behandeln Fragestellungen, die sich aus den vorherigen ergeben – es ist ein mäandernder Pfad“, so der Künstler zu seiner künstlerischen Praxis. Diese offenbart sich als ein Prozess zyklischer Gedankenvertiefungen, in dem bestehende Werke stets in Verbindung mit der Dynamik des Arbeitsprozesses treten und für den sich der Faktor der Wiederholung als entscheidend ausnimmt.

Der Absolvent der Akademie der Bildenden Künste in Wien und der Hochschule für Bildende Kunst in Hamburg war 2018 – 2024 künstlerischer Mitarbeiter an der Bauhaus-Universität in Weimar und wurde 2024 mit dem Österreichischen Staatsstipendium für Bildende Kunst ausgezeichnet.

MARIA CHRISTINE HOLTER

Diese Textpassage stammt aus der Kulturpreis-Broschüre von 2026