Katrina Daschner

Bildende Kunst
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© Stefan Sappert

Queer-feministisches Handeln im Bühnenformat

Die in Hamburg geborene Künstlerin und Filmemacherin, die in den 1990er Jahren nach Wien kam und derzeit in Wien und Niederösterreich lebt, wurde hierzulande 2000 im Rahmen eines Projektes von Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich in Etsdorf-Haitzendorf bekannt. Damals inszenierte sie sich in einer großen Foto-Montage in verschiedenen Rollen und provokanten Maskeraden an einer Ausfallstraße. Was damals viel Kritik hervorrief, ist heute wohl als Vorreiterposition einer queer-feministischen Ästhetik zu sehen.

Mit fremdländischem Flair, Verkleidung und anderen Requisiten entwickelte Daschner ihre Performances und Filme und schuf bühnenartige Szenarien zwischen Traum und Realität. Sie analysierte darin den Status von Geschlecht und Identität in vielen Facetten. Rauminstallationen, Musik, Video und Fotografie sind wichtige Partner für ihre Auftritte, wobei sich die Medien untereinander bereichern und auch Skulptur eine Rolle spielt.

Konstruktionen von Identität und kulturellen Zuschreibungen sind auch das Thema einzelner queerer Salons, die sie hostete, wie etwa des queeren CLUB BURLESQUE BRUTAL im Wiener brut Theater. Internationale Anerkennung und Einladungen zu zahlreichen Projekten und Ausstellungen waren mit Preisen verbunden, zu denen renommierte Filmpreise ebenso zählen wie der Otto-Mauer-Preis, den sie 2017 verliehen bekam. Ihr Wissen und ihre Erfahrung brachte sie in ihre langjährige Tätigkeit als Lehrende an der Wiener Akademie der bildenden Künste ein.

SUSANNE NEUBURGER

Diese Textpassage stammt aus der Kulturpreis-Broschüre von 2026