Ins Volle gegriffen
Roland Baumgartner greift gern ins Volle. So bringt sein 2022 von der Sofia Philharmonie uraufgeführtes einstündiges Klavierkonzert „Notre Dame de Paris“ neben dem üppigen Solopart und einem großen Orchester auch noch einen Chor zum Einsatz, und seine symphonischen Werke „Missa Pacis“ und „Symphonia Globalis“ erlebten bei Aufführungen anlässlich der Linzer Klangwolke jeweils rund 100.000 Zuseherinnen und Zuseher.
Dem entspricht der weltweite Aktionsradius Baumgartners: Erwähnte „Missa Pacis“ erklang bei den Feierlichkeiten zur 200-Jahr-Feier der amerikanischen Verfassung, seine Filmmusik zum Ballettfilm „Ali Baba“ war Bestandteil der ersten Koproduktion zwischen den USA und der damaligen UdSSR, seine Oper „Maria Theresia“ (das erste musikalische Bühnenwerk über die Monarchin) wurde am Slowakischen Nationaltheater Bratislava uraufgeführt, und die Uraufführung seiner „Symphonia Orientalis“ steht im November 2025 am Opernhaus Kairo bevor.
Studiert hat Baumgartner am Wiener Konservatorium (Komposition, Klavier und Trompete), danach besuchte er ein Kompositionsseminar in den USA bei Leonard Bernstein. Seither lebt er als freischaffender Komponist, Dirigent und auch Regisseur: Seit über zehn Jahren schreibt Baumgartner jährlich eine musikalische Komödie für das Romantik Theater, eine private Spielstätte, die er nahe seinem Wohnort in Hadres im Weinviertel ins Leben gerufen hat. Die bezeichnende Adresse: Romantik-Theater-Platz 1.
Wolfram Wagner
